Event in Zürich

Healthcare Symposium 2018

Wann

Der Event fand am 15. Mai 2018 statt.

Mit über 50 Teilnehmern konnten wir an unserem 7. Healthcare Symposium aus den Erfahrungen unserer dänischen Kunden und Kollegen lernen und einen Vergleich mit dem Stand des Führungsverhaltens im Schweizer Gesundheitswesen ziehen. Von einem konkreten Case eines Krisenfalls über die Verbesserungen in wichtigen KPI’s bis hin zu den «Hidden Drivers of Motivation» wurden für das Führungsverhalten im Schweizer Gesundheitswesen relevante Themen diskutiert. Die wichtigsten Erkenntnisse finden sich nachfolgend.

Leadership Training Programm

  • In einem breit angelegten Leadership Training Programm wurden 3‘600 Führungskräfte und Mitarbeiter in den Spitälern der Hauptstadtregion Kopenhagen dabei unterstützt, eine gemeinsame Führungskultur zu entwickeln.
  • Die dadurch erzielten Verbesserungen sind eindrücklich:
    • Effizientere Patientenpfade mit weniger Behandlung in getrennten Silos und höherer Qualität
    • Budgetverbesserung in der Höhe von CHF 532 Mil. (von einem Defizit von CHF 360 Mil. zu einem Überschuss von CHF 172 Mil.)
    • Klarer wahrgenommene Führungsrollen und dadurch erhöhte Motivation auf allen Mitarbeiterebenen (+47%)
    • Bessere Entscheidungen in kritischen Situationen (+34%)
  • Entscheidend dazu beigetragen hat eine Erweiterung der Zieldimensionen in der Führung auf die Dimension ‘Verbessertes Arbeitsleben’. Alleine diese Erweiterung hatte durch ihre hohe motivationale Kraft auf die Mitarbeitenden und Führungskräften und damit einen positiven Einfluss auf die anderen Dimensionen ‘Behandlungsqualität’, ‘Allgemeine Gesundheit’ und ‘Kostenreduktion’.

Leadership in einer Krisensituation

  • Beeindruckend stellte Jan Toftholm Andersen (Direktor vom Gentofte Herlev Spital) dar, wie er in einer existenziellen Krise einer psychiatrischen Klinik durch transparente Kommunikation mit der Belegschaft, den Patienten, ihren Familien und der Bevölkerung das Ruder herumreissen konnte und das Spital in ruhiges Gewässer steuerte.
  • Seine Leadership-Leistung bestand durch seine konsequente Offenheit in der Krise und seine Bescheidenheit. Über Monate hinweg diskutierte er mit der Belegschaft in Workshops, den Patienten, der Bevölkerung und den kritischsten Journalisten öffentlich die Hintergründe und den Weg aus der Krise.

Leadership im Schweizer Gesundheitswesen

  • Organisationen im Schweizer Gesundheitswesen tun sich teilweise schwer in der Rekrutierung von jungen Talenten, da sie von der Generation der „Millennials“ als «unsexy» wahrgenommen werden und Ihren Anforderungen an einen Arbeitgeber nicht genügen. Das Schweizer Gesundheitswesen muss diese Herausforderung annehmen und sich dahingehend weiterentwickeln, dass diesen Anforderungen entsprochen werden kann.
  • Es herrscht oft Konflikt zwischen den Rollen dem wissenschaftlichen Experten und der Führungskraft, da diese Rollen unterschiedliche Kompetenzen (z.B. fachliche Kompetenz vs. Soft Skills) erfordern.
  • Die weiterhin steigende Arbeitslast und das Fehlen einer „Work-life balance“ steht im Kontrast zur Mission von Organisationen im Gesundheitswesen, der nachhaltigen Bewahrung der Gesundheit.

„Hidden Drivers of Motivation"

  • Die Verknüpfung zwischen Freizeit und Arbeit ist wichtig, um auch junge "Millenials" anzuziehen
  • Offenere Kommunikation mit und unter den Mitarbeitenden hilft strategische Ziele allen näher zu bringen, schafft ein gemeinsames Teamgefühl und fördert das Führungsverständnis
  • Mehr Autonomie für die Mitarbeiter (z.B. eigenständige Dienst- und Ferienplanung) und eine grössere Fehlerkultur (wo möglich) stärken das Involvement der Mitarbeiter

„Training Senior Management Teams“

  • Das Konzept des «Humble Leadership» brachte Jan Andersen grossen Erfolg in der Transformation seines Spitals „I don’t have people below me… I stand on their shoulders“.
  • Ein weiterer Führungsansatz von Jan Andersen, der ihm zum Erfolg verhalf, war die Idee „Leadership Teams are not there for problem solving“. Die Lösung der Probleme wird unterstützt durch die Mitarbeiter die direkt betroffen sind und sich mit den täglichen Problemen auseinandersetzen
  • Senior Management Teams müssen als erstes die Frage «Why?» beantworten, einer der vier wichtigen Aspekte des „Team Wheel“

Wir möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken für ihr Engagement und ihre Mitarbeit während des ganzen Anlass und für die spannenden Gespräche beim Apéro. Wir hoffen Sie bald wieder bei einem unserer Events begrüssen zu dürfen.

Practical information

Wann

Der Event fand am 15. Mai statt.

Wo

Pädagogische Hochschule Zürich
Lagerstrasse 2
8090 Zürich